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Wie verbessere ich mein Marketing?

Momentan überdenken alle Unternehmen Ihre Ausgaben und schauen, wie Sie Ihre Ressourcen bestmöglich einsetzen können. Lernen Sie hier wie Sie Ihr Marketing verbessern und nachhaltige Ergebnisse mit weniger Ressourceneinsatz bekommen.

Die aktuelle Situation rund um COVID-19 stellt alle Unternehmen weltweit vor eine bisher unbekannte Herausforderung. Jegliche Unternehmensbereiche in Kleinunternehmen bis hin zu Großkonzernen überdenken momentan ihre Ansätze und reduzieren die Ausgaben.

Vor allem im Bereich Digital Marketing fahren Firmen ihre Kosten herunter. Google und Facebook rechnen folglich mit Einnahmerückgängen im Werbebereich von satten 44 Milliarden US Dollar (Quelle). Die Marketing-Abteilungen müssen Lehren aus der Krise ziehen und neue Kundenerwartungen in die Strategie mit aufnehmen.

Doch was bedeutet das? Wir geben Ihnen fünf Tipps, worauf es jetzt ankommt, damit Ihr Marketing in Zukunft nicht an den Kunden vorbeiläuft.

Tipp #1: Bauen Sie eine kundenorientierte Marke auf.

Aufgrund von Social Distancing ist der Alltag ihrer potenziellen Kunden davon geprägt, isoliert zu Hause zu verbringen. Mehr denn je haben Menschen Zeit sich gezielt zu informieren und noch mehr Inhalte zu konsumieren.

Falls Sie noch nicht über einen starken und wiedererkennbaren Markenauftritt Ihres Unternehmens verfügen, bietet sich die jetzige Situation ideal dafür an. Versorgen Sie Ihre Kunden mit Mehrwert und machen Sie das Produkt lebendig. Menschen erinnern sich besser an prägende, emotionsgeladene Geschichten als an Produktdetails.

Via gezieltem Content Marketing erreichen Sie einen stärkeren Markenauftritt. Bieten Sie Ihren unterschiedlichen Zielgruppen, welche Sie über sogenannte Buyer Personas definieren, die jeweils gewünschten Inhalte. Dieses kann in Form von Youtube-Videos, Podcasts oder dem klassischen Blog erfolgen.

Mit Hilfe eines Redaktionsplans können Sie diese Aussagen kanalübergreifend auf diversen Social Media Plattformen streuen und so Ihrer Marke von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Ein gutes Beispiel für ein starkes Content Marketing stellt ThyssenKrupp dar. Der Blog #engineered richtetet sich an unterschiedliche Zielgruppen, welche über unterschiedliche Kanäle zur Interaktion mit der Marke angeregt werden (zum Blog).

Der Markenaufbau ist heutzutage wichtiger als jemals zuvor. Das Internet ermöglicht dem potenziellen Kunden höchstmögliche Transparenz, sodass am Ende nur die Unternehmen erfolgreich bleiben und nachhaltig wirtschaften, welche eine starke Marke vorweisen.

In Zukunft werden Suchanfragen vorrangig über Alexa oder Google Home erfolgen, wobei der Nutzer nur einen Vorschlag vorgelegt bekommt. Heute ermöglichen Google Ads Anzeigen oder Suchmaschinenoptimierung, dass Suchende auf einen Blick mehrere Angebote vergleichen können.

Passend dazu ist Gary Vaynerchuk – der Guru im Bereich Marketing – der Meinung, dass Brand Marketing unweigerlich mit nachhaltigem Erfolg verbunden ist (Quelle). Bestes Beispiel für starkes Branding stellt Apple dar. Seien Sie wie Apple, und investieren Sie in Ihre Marke, um langfristig auch in den schwersten Krisen gewappnet zu sein.

Tipp #2: Geben Sie Ihrer Marke ein Gesicht.

Menschen sind soziale Kreaturen, die Interaktion mit anderen Menschen suchen. Entsprechend überraschend ist die Entwicklung von Influencer Marketing nicht. Immer mehr Unternehmen setzen in sozialen Medien auf sogenannte Influencer, welche als klassische Markenbotschafter auftreten und der Marke ein Gesicht verpassen.

Klassische Werbefiguren wie Meister Proper gelangen immer mehr in den Hintergrund und werden durch reale Personen ersetzt. Influencer bringen bereits extreme Reichweite und Sympathie mit, wodurch der Zugang zur Marke bei der gewünschten Zielgruppe vereinfacht erfolgt. Studien zeigen, dass der Einsatz von realen Personen das Markenimage verbessert, indem es die Kommunikation und Interaktion mit der Marke anregt (Glucksman 2017).

Ein weiterer Ansatz der eigenen Marke ein Gesicht zu verleihen gelingt dem Unternehmen über die eigenen Mitarbeiter. Rücken Sie Ihre Mitarbeiter auf Ihren sozialen Medien in den Fokus. Potenzielle Kunden bauen darüber mehr Vertrauen zum Unternehmen auf, denn es erhöht die Menschlichkeit und potenzielle Kunden können sich besser damit identifizieren. Ihre Mitarbeiter stellen eine Identifikationsfigur Ihres Unternehmens dar.

Zeigen Sie z.B. über Videos tägliche Einblicke in Ihren Arbeitsalltag. Ein Friseursalon aus Bernburg kann einen Mitarbeiter dabei filmen, wie er oder sie gerade Farbe für einen Kunden anmischt. Machen Sie dem potenziellen Kunden die Marke greifbar, indem Sie Ihr Unternehmen menschlich positionieren.

Tipp #3: Betreiben Sie SEO.

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung Ihres Webauftritts (engl. „Search Engine Optimization“). Beim SEO geht es darum, in den Google Suchergebnissen möglichst weit vorne zu erscheinen. Suchen Menschen auf Google nach bestimmten Begriffen wie z.B. Ihrem Geschäft, dann sollte optimalerweise Ihre Website als erstes Ergebnis angezeigt werden. Menschen tendieren dazu nur die erste Seite von Google zu überfliegen. Erscheint Ihr Produkt oder Ihre Marke bei relevanten Suchbegriffen nicht auf Seite 1, so verlieren Sie bereits potenzielle Kunden.

SEO erfolgt dabei auf mehrere Wege. Generell unterscheidet die Theorie zwischen „onpage“ und „offpage“ Optimierung (Quelle). Als onpage gelten Maßnahmen, welche Sie selber auf Ihrer Website steuern können. Hierzu zählt die Verwendung von relevanten Suchbegriffen, die Sie in Ihre Produktbeschreibung auf Ihrer Website einbauen. Weiterhin kommen hierfür Ladezeiten der Website, mobile Anpassung an diverse Endgeräte oder generell die Seitenstruktur in Frage.

Als offpage gelten Maßnahmen, die außerhalb Ihrer Website geschehen wie z.B. Linkbuilding. Google möchte dem Suchenden den relevantesten Inhalt vermitteln. Verfügt eine Website über viele externe Links, die auf die Seite gerichtet sind, so schätzt Google die Seite als Meinungsführer mit entsprechendem qualitativen Inhalt ein.

Die aktuelle Zeit können Sie deshalb für gezielte SEO-Maßnahmen nutzen, damit Sie im Google Ranking noch besser gelistet werden. Überprüfen Sie zum Beispiel, ob Ihre Seite relevante Suchbegriffe implementiert hat oder schauen Sie, ob Ihre Seite auf allen mobilen Endgeräten optimal abgebildet ist. Dank besserer Platzierung in den Google Suchergebnissen steigt die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden auf Ihren Webauftritt.

Was Ihnen zudem sowohl für die Stärkung Ihres Markenbewusstseins als auch für die Verbesserung des Google Ranking hilft, ist das bereits angesprochene Content Marketing. Über hochqualitativen Inhalt, welcher Ihren Seitenbesuchern und Ihren Kunden Mehrwert liefert, erzielen Sie nachhaltige Erfolge in beiden Kategorien. Sie schlagen folglich mit einem guten Content Marketing zwei Fliegen mit einer Klappe.

Tipp #4: Flexibilität durch Digital Marketing.

Der große Vorteil von Online-Marketingkampagnen bleibt die Flexibilität und permanente Anpassbarkeit. Innerhalb weniger Sekunden können Sie Ihre Google Ads Anzeigengruppe oder Ihr Facebook-Werbeanzeige optimieren.

Um klassische Werbemittel wie Anzeigen in Zeitungen, Radiospots oder Fernsehspots kurzfristig zu ändern, benötigt es extrem guter Kontakte oder einem hohen finanziell Aufwand. COVID-19 zeigt dabei deutlich die Vorteile digitaler Marketingmittel gegenüber klassischer auf.

So hat beispielsweise MGM Studios mit der Verschiebung des neuen James Bond Films „Keine Zeit zu sterben“ zwischen 30-50 Millionen US Dollar versunken, welche bereits in Werbemittel wie zum Beispiel einen Super Bowl TV-Werbespot flossen.

Digital Marketing erlaubt zusätzlich, Ihre eigenen Kunden noch besser kennenzulernen. Die Daten, welche durch Online-Anzeigen erworben werden, erlauben es dem Unternehmen seine Zielgruppe noch genauer zu definieren und effizientere Maßnahmen zu schalten. Dadurch wird mit weniger Geldeinsatz mehr erreicht. Digital Marketing trägt somit zur Kosteneffizienz bei und bringt einen zusätzlichen Mehrwert an den Kunden.

Denn digitales Marketing ermöglicht weiterhin eine persönlichere Kundenansprache, was von Kunden immer mehr erwartet und wertgeschätzt wird. Über einen sogenannten Facebook Pixel verfolgen Sie bei Online-Anzeigen den Customer Journey detailliert mit. So wissen Sie z.B. wann der Kunde welchen Artikel in den Warenkorb gelegt hat. Bricht der Kunde den Kauf ab, können Sie so über Remarketing Maßnahmen diesen dazu bewegen, den Kauf in Zukunft doch abzuschließen.

Tipp #5: Gehen Sie mit dem Trend.

Während der Corona-Krise veränderte sich das Nutzerverhalten dramatisch. Durch die Eindämmungsmaßnahmen und häuslicher Quarantäne nahmen immer mehr Menschen Online-Dienste in Anspruch. Mit unserer Hilfskampagne „Bernburg Hilft“ haben wir gezeigt, dass auch in Bernburg Kunden offen sind für Online-Shops. Ignorieren Sie diese Entwicklung nicht.

Ganz im Gegenteil: erschließen Sie durch den Fokus auf Online-Präsenz neue Märkte und Kanäle, indem Sie mit dem Trend gehen. Beispielsweise bietet sich momentan die Plattform TikTok an, um kostengünstige Werbemaßnahmen zu schalten oder Ihre Marke einem jüngeren Publikum aus einem anderen Blickwinkel näher zu bringen.

Der Textilhersteller Levi’s zeigt aktuell in einer neuen Kampagne wie gewinnbringend TikTok genutzt werden kann, um nicht nur das Markenimage zu verbessern. Dabei hat Levi’s eine neue Produktlinie seiner junge Zielgruppe in einer Videoreihe vorgestellt und durch bewusstes Influencer Marketing die Klickzahlen auf die Produktseite verdoppelt (Quelle).

Eine alte Börsenweisheit besagt: „The trend is your friend“. Für Unternehmen bedeutet das, dass Sie die Kundenerwartungen und den Wechsel im Nutzerverhalten genauestens beobachten sollten. Inwieweit die Krise zeitgleich eine Chance für lokale Firmen aus Bernburg darstellt, haben wir bereits in einem früheren Post beleuchtet. Als Faustregel gilt es festzuhalten, dass der Kunden König ist. Passen Sie sich und Ihr Geschäftsmodell den ständig änderten Kundenerwartungen an.

Denn Kundenerwartungen weisen eine positive Korrelation zur Digitalisierung und zur Unternehmensperformance auf. Wir untersuchten diesen Zusammenhang in einer empirischen Studie und fanden, dass Kunden mittlerweile digitale Angebote von Unternehmen erwarten. Sind digitale Produkte oder eine starke digitale Präsenz vorhanden, so korreliert dies statistisch signifikant zum finanziellen Erfolg einer Firma. Mehr zur Studie gibt es in den nächsten Wochen hier auf unserem Blog.

Fazit:

Stärken Sie sowohl Ihre Marke als auch Ihr SEO mit Hilfe von kundenorientiertem Content Marketing. Berücksichtigen Sie dabei die unterschiedlichen Zielgruppen und bedienen Sie diese auf Ihren Social Media Kanälen mit hochqualitativen Inhalten. Durch die Flexibilität von Digital Marketing sowie einem langfristigen personalisierten Markenbau erreichen Sie schon bald krisensichere Erfolge.

Fanden Sie die Tipps hilfreich? Welcher der Tipps werden Sie in den nächsten Wochen ausprobieren? Schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren Ihre Meinung und teilen Sie Ihre Erfahrungen.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Liebe Grüße, Markus Richardt von hiTema GmbH


Über hiTema: 

hiTema ist ein IT- und Marketingberatungsunternehmen aus Bernburg. Wir spezialisieren uns auf individuelle Softwareentwicklung, Data Science und Digital Marketing. Als geborene Bernburger haben wir uns das Ziel gesetzt, die Digitalisierung in der Region voranzubringen und Bernburg bei der Umsetzung digitaler und innovativer Ansätze mit unserer Expertise zur Seite zu stehen.

Mehr über hiTema finden Sie unter: www.hitema.eu

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