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Was versteht man unter Online Marketing?

Online Marketing gewinnt immer mehr an Relevanz, auch aufgrund der Kosteneffizienz & Skalierbarkeit der Maßnahmen. Lernen Sie hier die Grundlagen kennen!

Bedingt durch die aktuelle Situation rückt Online Marketing immer mehr in den Fokus lokaler Unternehmen. Wer sich vor der Krise noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, kommt spätestens jetzt nicht mehr daran vorbei. Denn das Kundenverhalten ändert sich zunehmend in Richtung Onlinekonsum, welcher durch die Digitalisierung fortschreitend vereinfacht wird.

Zusätzlich werfen klassische Werbemittel wie Zeitungsanzeigen eine deutlich geringere Kapitalrendite ab als digitale Kampagnen. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) symbolisiert Kosteneffizienz momentan Überleben. Diese Faktoren alleine legitimieren bereits den Fokus und Ausbau von Online-Vermarktung.

Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? In unserer neuen Reihe „hiTema hilft“ erklären wir Ihnen die Grundlagen und Anwendungspotenziale diverser Themen.

Definition Online Marketing

Generell lässt sich von der Begrifflichkeit bereits ableiten, dass es sich im Grundsatz um Maßnahmen im Internet handelt, mit denen Kunden angesprochen und zum Kauf motiviert werden sollen. Eine genaue Definition liefert das Deutsche Institut für Marketing:

Online Marketing umfasst die gezielten Aktivitäten sowie Prozesse aller Unternehmensbereiche, die, mithilfe von Online Medien, Leistungen entwickeln, kommunizieren und realisieren, um einen Mehrwert für Kunden, Online Nutzer und das Unternehmen zu erreichen. 

Prof. Dr. Michael Bernecker (Quelle)

Im Fokus steht somit die Online-Vermarktung von Unternehmen und folglich die Erweiterung des klassischen Marketing Mix. Online Marketing, oder auch Digital Marketing genannt, setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen, welche jeweils als eigenständiger Marketingkanal genutzt werden können. Dazu gehören:

  • Display Werbung
  • E-Mail Marketing
  • Suchmaschinenmarketing
  • Affiliate Marketing
  • Socia Media Marketing

Um ein besseres Verständnis zu erhalten, empfehlen wir Ihnen das folgende Video vom Deutschen Institut für Marketing:

Ziele des Online Marketing

Das grundlegende Ziel einer jeden Marketingmaßnahme besteht im Verkauf des eigenen Produkts oder der eigenen Dienstleistung. Verkaufszahlen zu steigern, ist jedoch nicht das einzige Ziel, was mit Hilfe von digitalem Marketing erreicht wird. Zu den weiteren Zielen gehören:

  • Markenaufbau
  • Leadgenerierung
  • Engagement

Wie wichtig der Markenaufbau für Unternehmen mittlerweile ist, haben wir bereits in einem früheren Blog-Artikel kurz beleuchtet. Schauen Sie hier vorbei, wenn Sie mehr Einblicke zu dem Thema gewinnen möchten.

Leadgenerierung umfasst generell das Sammeln qualifizierter Kontakte von Interessenten, welche sich für ein Produkt oder einen Service Ihres Unternehmens interessieren. Hochqualitative Leads garantieren oftmals die Umwandlung von Interesse in einen tatsächlichen Kauf. Dafür setzen viele Anbieter im Online-Marketing z.B. Kontaktformulare, kostenlose E-Books oder Gewinnspiele ein. Folglich steht hinter Leadgenierung das übergeordnete Ziel Neukundengewinnung.

Das Internet dient dem Erfahrungsaustausch und dem universellen Zugang zu Informationen. Als soziale Kreaturen sehnen sich Menschen nach Kommunikation und Interaktion miteinander, welche durch soziale Medien vereinfacht wurde. Genau hier kommt das Ziel Engagement zum Tragen: Online-Plattformen erlauben Unternehmen direktes Feedback vom Kunden zu erhalten.

Sie bekommen Einblicke über die Anzahl Ihrer Seitenaufrufe, oder wie viele Leute bestimmte Produkte ansehen. Über Kommentarfunktionen, Likes oder Absprungraten ziehen Sie Schlüsse für Ihr Produkt oder den Erfolg Ihres Marketings. Reden Sie am Kunden vorbei? Wie können Sie Ihr Produkt verbessern?

Beziehen Sie die Kundeninteraktion in den Innovations- oder Verbesserungsprozess mit ein. Hören Sie auf Ihre Kunden und nehmen Sie soziale Signale ernst, um Ihre Ziele langfristig zu erreichen.

Zielgruppe definieren

Ein weiteres wichtiges Element von Online Marketing stellt die Definition der Zielgruppe dar. Wir führen dies auf, weil die Eingliederung hier noch relevanter als bei klassischen Werbemitteln ist.

Denn: die Digitalisierung erlaubt dem Marketing Verantwortlichen mit wenigen Klicks Kampagnen detailgetreu auf die Zielgruppe abzustimmen. Mittlerweile nutzen Firmen vergangene und aktuelle Verhaltensmuster auf sozialen Medien, um den potenziellen Kundenkreis genauer zu definieren.

Indem Unternehmen Ihre Zielgruppe exakt beleuchten, erhöhen diese ihre Werbeeffizienz. Je mehr Sie Ihren potenziellen Kunden verstehen, desto besser können Sie die Werbung auf ihn abstimmen. Setzen Sie sich folglich das Ziel, Ihre Kunden oder Interessenten so genau wie möglich zu definieren.

Wie gelingt Ihnen das? Denken Sie an Ihre bisherigen Kunden. Charakterisieren Sie diese nach den folgenden Kriterien:

  • sozio-demografische Merkmale wie z.B. Alter, Geschlecht und aktuelle Position im Job
  • Bedürfnisse, Schwächen und Herausforderungen der Person
  • digitaler Fußabdruck, z.B. welches digitale Medium nutzt die Person vorrangig?

Hiermit legen Sie einen fiktiven Vertreter Ihrer Zielgruppe fest, welcher repräsentativ für die Gruppe steht. Im Marketing-Fachjargon spricht man von einer sogenannten Buyer Persona. Um Ihnen die Erstellung einer Buyer Persona zu erleichtern, haben wir Ihnen hier ein kostenloses Online-Tool von Hubspot verlinkt.

Mit Hilfe des fiktiven Vertreters Ihrer Zielgruppe, fällt Ihnen die Erstellung von Online Marketing Kampagnen deutlich einfacher. Probieren Sie es aus.

Marketing Mix: 4 P’s

Nach der Betrachtung der Ziele sowie der Zielgruppe, legt die betriebswirtschaftliche Theorie die Einordnung in den klassischen Marketing Mix nahe. Hierbei spricht man von den sogenannten 4 P’s: Product, Price, Place und Promotion.

Die Produktpolitik stellt den Kern jedes Unternehmens dar: was bieten Sie als Firma an und wie schaffen Sie für Ihre Kunden einen Mehrwert? Welchen Charakter verkörpert Ihr Produkt: B2B oder B2C? Wie differenziert sich Ihr Produkt vom Wettbewerb? Unter welcher Marke tritt das Produkt auf?

In der Preispolitik klären die Beteiligten die Preisgestaltung des Produkts. Ordnet sich das Produkt eher im Massenmarkt ein oder stellt es ein Nischenprodukt dar, das entsprechend anders bepreist werden kann? Erfolgt die Anreizsetzung und die Auslösung des Kaufwunsches auf Kundenseite über Gutscheine?

Im Zuge der Kommunikationspolitik („Promotion“) muss der Unternehmer klären, inwieweit welcher Kanal zur Vermarktung des Produkts genutzt wird. Hierbei kommen im Online Marketing Social Media Plattformen oder eine eigene Website zum Einsatz. Weiterhin kommen hierfür Maßnahmen wie Paid Advertising via z.B. Google Ads oder Affiliate Marketing in Frage.

Place steht im klassischen Marketing Mix für die Distributionspolitik. In Zeiten der Digitalisierung setzen viele Händler mittlerweile auf Online Shops, sei es um Ihren eigenen physischen Laden zu komplementieren oder um ein reines Online-Geschäft zu praktizieren. Generell geht es hierbei um Fragen zur Struktur des Vertriebs.

All das gilt es einzuordnen, um eine treffende Marketingstrategie aufzusetzen. Mit der Auseinandersetzung mit dem Marketing Mix erhält das Unternehmen ein klareres Bild und die Einordnung von Online Marketing für den eigenen Kontext fällt deutlich leichter.

KMU vernachlässigen digitale Präsenz

Trotz der offensichtlichen Relevanz des Themas, behandeln KMUs Online Marketing noch relativ stiefmütterlich.

Eine Studie aus Österreich belegt, dass insbesondere KMUs digitalisierungskritisch auftreten, welche auf klassische Kommunikationsmittel im Kundenkontakt vertrauen. Laut der Untersuchung kristallisiert sich jedoch der Wille nach Verbesserung des Online-Auftritts heraus. Als Hauptgründe für den bisherigen Verzicht darauf geben die Befragten fehlende Motivation, Zeitmangel sowie Zweifel an der Kundenakzeptanz an.

Demgegenüber steht jedoch eine konträre Entwicklung auf Kundenseite. Kunden erwarten mittlerweile diversen Studien zufolge, dass Unternehmen über digitale Angebote und ansprechende, personalisierte Online-Auftritte verfügen. Ergo existiert in der Realität ein Wahrnehmungsproblem seitens der Anbieter.

Unsere Studie zum Thema Digitalisierung stellt ebenso fest, dass Kundenerwartung ein Treiber der Digitalisierung ist und ein Wandel auf Kundenseite stattfindet. Immer mehr potenzielle Abnehmer nutzen das Internet oder soziale Medien als erste Anlaufstelle zur Produktrecherche.

Passend dazu entdeckt eine Studie von Das Örtliche, dass 95% der untersuchten KMUs Sichtbarkeitschancen im Netz nicht optimal nutzen. Hierzu werden 190.000 Websites von KMU analysiert. Abb. 1 zeigt dabei das Ergebnis zum Social Media Auftritt der Unternehmen. Rund 81% lassen demnach eine Social Media Präsenz komplett vermissen. Nur 17% nutzen Facebook. Erschreckender ist die Zahl der Unternehmen, die aktiv Google Ads Kampagnen schalten: nur 9 von 100.

Abb. 1: Anteil von Firmen, welche diverse Online Marketing Maßnahmen nutzen (Quelle)

Die Untersuchung zeigt, dass Online Marketing für viele Unternehmen noch ein Fremdwort ist. Jedoch steigt die Wichtigkeit des Kanals stetig. Denn potenzielle Käufer halten sich immer öfter und länger im Internet auf. Die durchschnittliche Surfdauer stieg innerhalb von eineinhalb Jahren von einer Stunde auf vier Stunden und 35 Minuten an (Quelle).

Wollen Sie für einen potenziellen Kunden sichtbar sein? Oder überlassen Sie lieber Ihren Wettbewerber das Feld und verschenken dadurch einiges an Umsatzpotenzial?

Fazit

Online Marketing gewinnt zunehmend an Wichtigkeit. Kunden erwarten eine digitale Präsenz, über der Sie auch mit dem Unternehmen in Kontakt treten können und zusätzlichen Mehrwert ziehen. Verschenken Sie dieses Potenzial nicht.

Wir empfehlen Ihnen, sich langsam und Stück für Stück in die Thematik einzuarbeiten. Gerade die aktuelle Phase bietet sich an, um neue Wege auszuprobieren. Scheuen Sie sich nicht vor Veränderung.

Gehören auch Sie zu den Unternehmen, die bisher Online Marketing eher selten eingesetzt haben? Oder benötigen Sie eine Neuausrichtung Ihrer Online Marketing Strategie? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen gerne.

Liebe Grüße, Markus von hiTema GmbH


Über hiTema:

hiTema ist eine IT und Marketing Unternehmensberatung aus Bernburg. Wir spezialisieren uns auf individuelle Softwareentwicklung, Data Science und Digital Marketing. Als geborene Bernburger haben wir uns das Ziel gesetzt, die Digitalisierung in der Region voranzubringen und Bernburg bei der Umsetzung digitaler und innovativer Ansätze mit unserer Expertise zur Seite zu stehen.

Mehr über hiTema finden Sie unter: www.hitema.eu

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