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Digitalisierung: Was ist das?

Digitalisierung ist mittlerweile in aller Munde. Doch wissen Sie wofür der Begriff steht? Wir helfen Ihnen Digitalisierung besser zu verstehen. Lesen Sie hier mehr!

Heutzutage vergeht kein Tag, an dem Digitalisierung oder der Trend zu einer neuen, digitalen Welt nicht im Mittelpunkt der Informationsflut steht. Daten erhalten im Alltag immer mehr Bedeutung, sei es im privaten Haushalt oder in Wirtschaftskonzernen.

Speziell Unternehmen stehen dabei vor einer monumentalen Herausforderung im Zeitalter der Globalisierung. Wie bereits in der Natur gilt: wer sich nicht anpasst, verliert. Bedingt durch die digitale Transformation eröffnen sich für Firmen neue Wege und Geschäftsmodelle, welche vor zwei Jahrzehnten noch nicht ansatzweise vorstellbar waren und auf jene es sich zu adaptieren gilt.

Neue Technologien und Ansätze resultierend aus der Entwicklung in der Informationstechnologie (IT), wie z.B. Data Analytics, Industrie 4.0 Konzepte oder künstliche Intelligenz, ermöglichen eine effizientere und schnellere Abwicklung von diversen Prozessen, solange die Voraussetzungen und Anpassungen unternehmensintern dafür vorgenommen werden.

Um das sehr weitläufige Thema der Digitalisierung besser zu verstehen, versucht dieser Artikel aus unserer Reihe „hiTema hilft“ die Grundlagen zu erklären. Falls Sie sich nur für spezielle Felder interessieren, finden Sie hier ein Inhaltsverzeichnis. Mit Klick auf das jeweilige Thema gelangen Sie zum gewünschten Abschnitt. Viel Spaß beim Lesen!

Definition Digitalisierung

Seit dem Beginn des digitalen Zeitalters Anfang der 2000er Jahre, wandelt sich die Informationsverfügbarkeit und Speicherung der Daten von analoge auf digitale Speichermedien. Im gleichen Zusammenhang steigt die Prominenz des Themas des digitalen Wandels und dessen Einfluss auf die Wirtschaft in der Forschung zunehmend.

Digitalisierung, oder auch digitale Transformation, gerät zum Schlagwort der fortschreitenden Entwicklung, jedoch existiert weder in der Literatur noch in der Praxis eine klare, einheitliche Definition und Abgrenzung des Begriffs, was stellvertretend für die Vielseitigkeit der Begrifflichkeit steht. 

Der Übergang der analogen in die digitale Darstellung von Daten wird ursprünglich mit dem Begriff der Digitalisierung assoziiert. Hier wird umgangssprachlich gerne vom Wegfall der Zettelwirtschaft gesprochen. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2017, S. 4) kennzeichnet Digitalisierung vorrangig folgende Eigenschaften: 

  1. das Vorhandensein von elektronischen Daten, welche in Datenbanken oder ähnlichen Speichermöglichkeiten gelagert und unternehmensintern abrufbar sind;
  2. der Austausch jener Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit den Lieferanten und Partner;
  3. die Vernetzung von Unternehmen und Automatisierung von Prozessen. 

Darauf aufbauend, fügt IW Consult (2018, S. 10) dem noch zwei weitere Elemente hinzu: die Visualisierung von Prozessen und Produkten sowie den Wissensaustausch durch das Teilen der Daten. Beide Definitionen ergänzen sich gegenseitig, zeigen jedoch gleichzeitig die Komplexität des Begriffs auf. 

Gemeinhin versteht man unter Digitalisierung die Automatisierung von unternehmensinternen Prozessen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien, wobei die Distribution von Daten und Informationen entlang der Wertschöpfungskette in Echtzeit gelingt.

Zur visuellen Erklärung von digitaler Transformation empfehlen wir Ihnen folgendes Video:

Digitaler Reifegrad eines Unternehmens

Entstanden in der frühen Anfangsphase der Entwicklung von Computersystemen, wuchs dem Reifegradmodell insbesondere im Bereich der IT zügig eine größere Bedeutung in der Literatur zu. Nachdem Nolan 1973 in seiner Stufentheorie den Ausbau von Informationstechnologien und deren Infrastruktur innerhalb von Unternehmen in unterschiedliche Phasen einteilt und bewertet, findet das Reifegradmodell als Einschätzungstool zum Fortschritt von IT-Prozessen Einhalt.

Aufgrund der schnellen Veränderungen in dem Bereich, entstanden seitdem unterschiedliche Definitionen und Herangehensweisen von Reifegradmodellen. Um den Digitalisierungsstand von Unternehmen einzuschätzen, haben wir ein eigenes Reifegradmodell für unsere Untersuchung entwickelt, welches auf Basis der vorherrschenden Literatur adaptiert wurde.

Getreu Nolan ist der Übergang von einem Reifegrad zum nächsten fließend, jedoch inkrementell vorgegeben. Ein Unternehmen durchlebt alle Reifegradphasen, wobei das Überspringen eines speziellen Grades trotz technologischem Fortschritt und Erleichterung der Adaption und Verbesserung von Prozessen nicht möglich ist. Dabei gilt weitläufig: je höher die Ausprägung des Reifegrads, desto fortschrittlicher die Kompetenz innerhalb des jeweils betrachteten Prozesses. 

Abb. 1 visualisiert unser Reifegradmodell, welches aus fünf Stufen besteht. Der Reifegrad „Analog/Offline“ stellt den niedrigsten Grad der Digitalisierung im Unternehmen dar. Charakteristisch hierfür sind veraltete IT-Insellösungen und das Nichtvorhandensein einer eigenverantwortlichen IT-Abteilung. In der letzten Stufe als „Digital Leader“ ist die Organisation bereits fortschrittlich aufgestellt: Daten werden als wichtige Ressource verstanden und vollumfänglich zur Verbesserung sowie Visualisierung von Prozessen eingesetzt. Zudem finden neue Technologien und innovative Prozesse täglich Anwendung.

Reifegradmodell Digitalisierung.
Abb. 1: Reifegradmodell Digitalisierung (Quelle: eigene Darstellung)

Status Quo der Digitalisierung

Zum einen befindet sich der Großteil der von uns befragten Unternehmen im Jahr 2019 im fortgeschrittenem Stadium der digitalen Transformation, sodass in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung der Prozessoptimierung und folglich der Unternehmensperformance dank Digitalisierung zu erwarten ist.

Zum anderen stellt der Status Quo nichtsdestotrotz erst den Anfang der Digitalisierung dar, obwohl aktuell vergleichsweise viele Unternehmen vorbildlich für die Zukunft aufgestellt erscheinen.

Wie in Abb. 2 deutlich zu sehen ist, hängt der Digitalisierungsgrad von der Unternehmensgröße ab. In unserer Umfrage sahen sich Vertreter von Großkonzernen deutlich weiter innerhalb der digitalen Transformation. Hier erreichten rund 48% der Organisationen den Reifegrad des Digital Transformer oder Digital Leader.

Dahingegen sahen sich Vertreter von KMUs eher im Bereich der Computerisierung. Der Übergang zu datengetriebenen Geschäftsmodellen steht bei vielen Firmen aber kurz bevor. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt der deutsche Digitalisierungsindex.

Speziell Sachsen-Anhalt schneidet bei der jährlichen Erhebung überdurchschnittlich ab. Innerhalb des Bundeslands der Frühaufsteher haben bereits 40% der KMU Digitalisierung fest in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen. Hier sehen außerdem 52% die digitale Kompetenz der Mitarbeiter als wichtigsten Erfolgsfaktor der digitalen Transformation.

Aktueller Stand der Digitalisierung in Unternehmen unterschiedlicher Unternehmensgrößen
Abb. 2: Status Quo Digitalisierungsgrad in Unternehmen (Quelle: eigene Umfrage)

Digitalisierung in Zeiten der Krise

Die Schnelllebigkeit in der IT- und Technologiewelt macht auch in Krisenzeiten nicht Halt vor den Wirtschaftsvertretern. Ganz im Gegenteil.

Durch die Corona-Krise potenziert sich der Druck nach dieser Anpassung enorm: um weiterhin wirtschaftlich nachhaltig agieren zu können, sehen sich viele Unternehmen gezwungen, kurzfristig Prozesse zu automatisieren. Genau hierfür kommt die Digitalisierung und die Investition darin ins Spiel.

Blog-Artikel: Digitalisierung mündet in Effizienzsteigerung

In einem früheren Artikel haben wir uns bereits mit dem Thema auseinandergesetzt. Darin haben wir festgestellt, dass vor allem Krisensituationen mit Hilfe von digitalen Maßnahmen und Investitionen in die Veränderung besser gemeistert werden können.

Denn wer sich auf die Digitalisierung einlässt, überdenkt automatisch die aktuell vorherrschenden Unternehmensprozesse. Wie bereits gelernt, bedeutet der digitale Wandel gleichzeitig die Automatisierung von Routineprozessen.

Ein hilfreiches Tool hierfür stellen RPAs dar. Dabei übernimmt die Software wiederkehrende Hergänge, wodurch am Ende Mitarbeiter entlastet werden und die Prozessqualität erhöht wird. Hiermit kann eine Firma relativ kostengünstig Automatisierung vorantreiben und immens Zeit einsparen, was in Krisensituation Gold wert ist.

Ein weiteres Beispiel wie man in Krisenzeiten digitale Projekte vorantreiben kann, spielt sich im Marketing ab. Der Großteil der Unternehmen verfügt über keinen Social Media Auftritt oder vertraut noch auf analoge, ineffiziente Marketingmaßnahmen.

Nutzen Sie Krisen oder schlecht laufende Quartale, um Ihre Marketing- und Akquisestrategie zu überdenken. Sprechen Sie Ihre Kunden gezielter und persönlicher an, indem Sie digitale Tools wie Facebook Pixel in Ihre Website implementieren. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

Digitalisierung im Privatleben

Die Corona-Krise trug auch dazu bei, dass die Digitalisierung im Privatleben deutlich mehr Wertschätzung erhielt. Dank Online-Shops konnten trotz Einschränkungen wichtige Besorgungen bequem von zu Hause erledigt werden.

Zu den größten wirtschaftlichen Gewinnern der Corona-Zeit gehört der Online-Marktplatz Delivery Hero. Der Online-Essenslieferdienst gewann zwischen März und April 2020 10% Neukunden hinzu. Immer mehr Leute nutzen Online-Dienste.

Corona führte auch kurzfristig zur Verschönerung des eigenen Heims. Menschen mussten aufgrund der Ausgangssperren mehr Zeit zu Hause verbringen, wodurch der Trend entstand, währenddessen Renovationen oder Veränderungen in den eigenen vier Wänden vorzunehmen. In Deutschland hält auch immer mehr der Trend zum Smart Home Einzug.

In der unten stehenden Grafik von Statista wird dies deutlich. Ungefähr rund 13,5 Mio. Haushalte in Deutschland werden in 2023 über diverse Elemente eines Smart Homes verfügen. Vorrangig setzen Deutsche hierbei auf Gerät der Kategorie „Vernetzung und Steuerung“.

Hierzu gehören smarte Lautsprecher (z.B. Amazon Echo), zentrale Steuerungs- und Kommunikationseinheiten (Gateways/Hubs), programmierbare Steuerknöpfe (z.B. Wandtaster, Drehknöpfe) sowie Steckdoseneinsätze zum Ein- beziehungsweise Ausschalten nicht-smarter Geräte. Der Kreativität in einem vernetzten zu Hause sind keine Grenzen gesetzt. hiTema bietet hierfür bei Interesse Beratungen über Smart Home Möglichkeiten an und setzt diese auch um. Melden Sie sich einfach bei uns.

Infografik: Deutschlands Haushalte werden immer smarter | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Digitalisierung im Unternehmen

Digitalisierung steht für die Automatisierung von Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Demnach wird jeder Bereich einer Organisation von der digitalen Transformation profitieren.

Innerhalb der Produktion sind mittlerweile vernetzte Roboter nicht mehr wegzudenken. Ähnliche Softwareroboter kommen in der Verwaltung von Firmen zum Einsatz, um Routineprozesse zu automatisieren. Tools zur automatischen Rechnungserstellung und Vorbereitung von Buchhaltungsschritten erleichtern den Büroalltag.

Im Vertrieb oder in der Kundenakquise setzen Unternehmen vermehrt auf Chat-Bots. Diese verhalten sich wie Mitarbeiter und nehmen Kundenanfragen entgegen. Dank maschinellem Lernen initiiert der Roboter menschliche Gesprächsführung und der Gegenüber merkt nicht, dass er oder sie mit einer Maschine spricht.

Die Digitalisierung hat auch in Arztpraxen oder Friseursalons Einzug gehalten. Hier werden Termine mittlerweile online vergeben, sodass Kunden oder Patienten nicht minutenlang in der Warteschlange sind oder nur während der Öffnungszeiten anrufen können.

Ein weiteres Beispiel für Digitalisierung in der Praxis bietet die R+V Allgemeine Versicherung. Sie hat eine auf künstliche Intelligenz fußende Anwendung zur Verwaltung neuer Firmenkunden eingeführt. Das Anlegen neuer Kunden war mit einer großen Fehlerquote behaftet. Namen wurden falsch geschrieben oder Adressen fehlerhaft integriert. Jetzt erledigt dieser Prozess eine Software. Sowohl der Vertrieb als auch das Marketing kann sich jetzt sorgenfrei auf die Datenquellen verlassen.

Erfolgsfaktoren der Digitalisierung

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf jegliche Bereiche innerhalb eines jeden Unternehmens sind bereits mehrfach untersucht und nachgewiesen worden. Es gibt bis dato jedoch erstaunlich wenig Arbeiten, die den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und dem Unternehmenserfolg empirisch analysieren.

Wir haben deshalb eine eigene Studie entwickelt, die den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Unternehmenserfolg für deutsche Unternehmen empirisch nachgeht. Dafür führten wir eine quantitative Erhebung durch, um in einem Strukturgleichungs-modell die Korrelationen zu schätzen.

Das Modell bildet Zusammenhänge zwischen fünf Parametern und dem Digitalisierungsgrad eines Unternehmens ab, sowie den Einfluss des Digitalisierungsstands auf die Organisationsinnovation und die Unternehmensperfomance.

Die Analyse findet auf Grundlage von 113 auswertbaren Datensätzen aus der Erhebung statt, an der größtenteils Vorstände und Mitglieder des oberen und mittleren Managements deutscher Unternehmen teilnahmen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Digitalisierung vier Erfolgsfaktoren hat:

  1. Managementkompetenz,
  2. strategisches Personalmanagement,
  3. Kundenerwartung und
  4. technologische Voraussetzungen.

Alle vier Faktoren weisen eine signifikant positive Korrelation zur Digitalisierung auf. Was bedeuten diese Ergebnisse für Firmen, die noch am Anfang der digitalen Transformation stehen?

Technologische Voraussetzungen schaffen

Unsere Untersuchung zeigt Lücken in der Aktualität der IT-Infrastruktur der befragten Unternehmen. Die technologischen Voraussetzungen legen jedoch logischerweise den Grundstein für die Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Unternehmen profitieren hier in Zukunft immer mehr von Cloud Services wie Amazon Web Services, welches relativ kostengünstig Zugang zu schier grenzenloser Rechenleistung und Automatisierungsmöglichkeiten erlauben.

Prozesse werden in Zukunft zu einem sehr hohen Prozentsatz automatisiert, sodass sich Mitarbeiter um mehrwertschaffende Dinge kümmern können. Algorithmen und datengetriebenes Marketing ermöglichen Firmen ihre Kunden noch persönlicher anzusprechen und dessen Bedürfnisse noch genauer zu kennen.

Dies geschieht aber nur auf Basis von aktueller IT-Architektur. Obwohl der Punkt trivial wirkt, so sollten sich Manager darauf fokussieren, Investitionen darin voranzutreiben.

Managementkompetenz als entscheidender Faktor

Durch den hierarchischen Aufbau von Organisationen und den Verantwortlichkeiten der handelnden Personen nehmen Führungspositionen weisenden Einfluss auf das Unternehmen mitsamt dessen Ausrichtung für die Zukunft. Folglich liegt die Annahme nahe, dass die Kompetenzen und Einstellungen der weisungsbefugten Personen ebenso einen Einfluss auf die Umsetzung von elementaren Projekten haben.

In der Wirtschaft gibt es viele Beispiele, bei denen das Topmanagement aufgrund der Priorisierung von Themen das Unternehmen in der Performance behindert hat, wie z.B. die verpasste Anpassung von Blackberry auf den Smartphone-Markt oder die Entwicklung von Digitalkameras durch Kodak. Beides sind Beispiele für verpasste oder verspätete Adaption und Sensitivität für neue Marktpotentiale.

Jene Sensibilität und Anpassungsfähigkeit der Führungskräfte wird als eine Eigenschaft der Managementkompetenz definiert. Neben dem Sinn für Anpassungen und der Einstellung beeinflusst ebenso das technische Know-how der Führungskräfte den Einsatz von technologischen Innovationen.

Empirische Studien finden in ihren Untersuchungen, dass die Kompetenz der Leader bei einer Transformation ausschlaggebend für die Akzeptanz der Mitarbeiter der eingeführten Prozessänderung ist. Findet eine minderwertige Kommunikation statt oder der Leader wird als inkompetent wahrgenommen, so beeinflusst dies die Transformation negativ.

Personalmanagement beeinflusst Digitalisierung

Wie bereits bei der Managementkompetenz ersichtlich wird, spielt die Rekrutierung von kompetenten Mitarbeitern sowie die Zusammensetzung des Teams eine ebenso wichtige Rolle für die erfolgreiche digitale Transformation.

In einem früheren Artikel zum Thema „Digitalisierung startet beim Mitarbeiter“ haben wir bereits beleuchtet, welche Maßnahmen wichtig sind, um eine erfolgreiche Adaption neuer Technologien oder Prozesse zu gewährleisten. Wir empfehlen Ihnen diesen Artikel, wenn Sie kurz vor einem neuen digitalen Projekt stehen.

Innerhalb unserer Studie finden gezielte Fördermaßnahme zur Sensibilisierung der Mitarbeiter mit der Digitalisierung nur in geringem Ausmaße aktuell statt. Hier besteht das größte Potenzial, denn der gezielte Aufbau von Kompetenz auf dem Feld der IT fördert die Akzeptanz der Mitarbeiter und deren Produktivität im Rahmen der neuen Möglichkeiten.

Wünschenswert ist dabei, dass solche Fördermaßnahmen vermehrt über E- Learning angeboten werden, um sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette digitaler innerhalb des Unternehmens zu präsentieren. Jede Maßnahme zur digitalen Transformation stärkt den digitalen Kulturaufbau.

Im Zuge der Implementierung von Social Collaboration Anwendungen kann gleichzeitig das Potenzial und die Performanz der Mitarbeitereinbindung in den Produktions- und Entwicklungsprozess verstärkt werden. All das entfällt auf den Kompetenzbereich vom Personalmanagement in den meisten Firmen. Diese Maßnahmen sind eminent, um sich digital besser im Markt von innen heraus zu positionieren.

Kundenerwartungen digital integrieren

Digitalisierung betrifft jedoch nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen und somit potenzielle Kunden. Eine Studie von PWC aus dem Jahr 2014 zeigt, dass bereits mehr als 90 Prozent der Befragten digitale Technologien im Alltag als selbstverständlich ansehen und diese mehrmals täglich nutzen.

Unternehmen müssen sich darauf einstellen und vor allem den Kunden über Social Media und andere Netzwerke gezielt ansprechen. Wir haben bereits in einem anderen Artikel beleuchtet, dass 81% der KMUs keine Social Media Präsenz aufweisen und dadurch immenses Potenzial im Bereich Digital Marketing verschenken.

Mit dem ansteigenden Digitalisierungsgrad im privaten Haushalt gewöhnt sich der potenzielle Kunde an die Vorteile und steigert somit seine Erwartungen gegenüber dem Kontakt mit Firmen, worüber die Privatperson Produkte bezieht. Der Kunde hat folglich eine gewisse Power, um die Digitalisierung in den Unternehmen zu beschleunigen, damit die Organisationen die Kundenzufriedenheit und Erwartungen befriedigen (Quelle).

Eine weitere empirische Studie aus dem Jahre 2016 zeigt zudem, dass Kundenerwartung einen signifikanten Einfluss auf die zukünftige Nutzung von digitalen Services besitzt.

Aktuelle Trends

Aktuelle Trends im Zuge der Digitalisierung sind folgende:

  • Robotic Process Automation (RPA)
  • Cloud Services
  • Künstliche Intelligenz (KI) & Maschinelles Lernen

Digitalisierung geht seit Aufkommen des Wandels einher mit künstlicher Intelligenz. Als Teil davon erlangt in den letzten Jahren maschinelles Lernen immer mehr an Bedeutung und Prominenz.

Nichtsdestotrotz haben sich laut einer aktuellen Studie lediglich 34% der Befragten intern mit KI beschäftigt. Als Grund dafür gaben die Teilnehmer fehlende Fachkräfte und Experten in diesem Feld an.

Aktuell wird KI zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung eingesetzt. Jedoch ist das Potenzial viel weitreichender. Vor allem im Bereich Produktion zur Automatisierung sowie im Customer Service bietet KI schier unendliche Möglichkeiten zur Optimierung und digitalen Innovation.

Ein weiterer Trend ist Cloud Computing oder Cloud Services. Als Cloud Computing bezeichnet man allgemein die Bereitstellung von jeglichen Computerressourcen wie Rechenleistung, IT-Infrastruktur oder Software über das Internet. 

Heutzutage müssen Sie sich keine riesigen, kosten- und wartungsintensiven Serverfarmen ins Büro stellen. Mittlerweile können Kapazitäten innerhalb von wenigen Minuten bezogen und freigeschalten werden. Die Arbeit bezüglich Sicherheit und Wartung übernimmt der Dienstleister. Willkommen im Zeitalter der Cloud Services! 

Die Modernisierung der IT-Architektur geht mit Cloud Computing Hand in Hand. 80% der befragten Unternehmer setzen bereits aktuell auf die Nutzung einschlägiger Cloud Services von Anbietern wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure.

Und die Zufriedenheitswerte der hiesigen Nutzer zeigt, dass Cloud Services im Unternehmensalltag angekommen sind und ihre Berechtigung haben. Im Rahmen der Umfrage gab der Großteil der Befragten zusätzlich an, in den kommenden Jahren noch mehr auf Cloud Computing zu setzen.

Hürden der digitalen Transformation

In diversen Studien und Umfragen kommen größtenteils ähnliche Probleme und Hürden ans Tageslicht. Die Hauptgründe für fehlenden Fortschritt bei der Digitalisierung sind:

  • Integration unterschiedlicher System / Datenquellen
  • fehlende Ressourcen
  • fehlende Kompetenz / Experten
  • innerbetriebliche Widerstände
  • fehlende technologische Voraussetzungen
  • fehlende Vision für digitalen Mehrwert

In den meisten Fällen existieren bereits ältere Maschinen, die in den Prozess eingebunden werden müssen. Hier identifizieren viele Manager eine große Hürde.

Fehlende Ressourcen werden oftmals überschätzt. Mittlerweile gibt es unzählige Förderprogramme, die einen Zuschuss zu digitalen Projekten geben. Weiterhin können viele kleine Stellschrauben z.B. im Digital Marketing oder in der Neukundenakquise dank kostenfreier Tools ressourcenschonend optimiert werden.

Mit ansteigender Unternehmensgröße steigt auch die Chance auf innerbetriebliche Grabenkämpfe. Abteilungen versuchen Macht zu behaupten oder zu gewinnen, wobei der Blick auf das Unternehmensziel schnell aus dem Auge verloren wird. Speziell beim digitalen Wandel tritt dies gehäuft auf.

Kritik der Digitalisierung

Einer der größten Ängste im Zusammenhang mit der Digitalisierung ist der Verlust von Arbeitsplätzen. Gemeinhin gilt der Trugschluss, dass Roboter mittelfristig Menschen ersetzen. Diese Argumentation ist natürlich nicht unberechtigt.

Jedoch zeigen aktuelle Untersuchungen, dass die digitale Transformation die Arbeitsqualität der Mitarbeiter erhöht, indem Routinearbeiten oder körperlich schwerfällige Aufgaben von Maschinen übernommen werden. Durch die Unterstützung von Robotern können sich Mitarbeiter auf wichtigere Aufgaben fokussieren.

Dadurch reduziert sich der Stress, welcher durch stupide Aufgaben ausgelöst wird. Weiterhin können somit Fehlerquellen vermieden werden, für welche die jeweiligen Mitarbeiter nicht mehr getadelt werden müssen.

Ein weiterer Kritikpunkt in Sachen Digitalisierung ist die Ethik- und Datenschutzfrage. Inwieweit lohnt es sich persönliche Daten aufzugeben und aus uns gläserne Menschen zu machen? Gehen Unternehmen verantwortungsbewusst mit den Daten um? Entsteht eine unumkehrbare Abhängigkeit gegenüber der IT?

Apps werden konzipiert, um die Bildschirmzeit eines jeden Smartphone Nutzers zu messen. Durch immer mehr Digitalisierung stumpfen Menschen auf der Kommunikationseben ab, weil primär Kommunikation auf digitaler Ebene erfolgt. Themen wie Digital Detox werden immer populärer, die die negativen Seiten des digitalen Wandels aufzeigen.

Reflexionen über diese Themen sind wichtig. Jedes Unternehmen muss sich dem bewusst sein und eine klare digitale Kultur aufstellen. Hier gehören auch die Kritikpunkte der Digitalisierung mit hinein, sodass über die damit verbundene Verantwortung aktiv nachgedacht wird.

Beratung Digitalisierung

Sind Sie gerade dabei digitale Projekte voranzutreiben und wissen nicht ganz weiter? Wollen Sie Ihr Marketing digitalisieren und Ihre Kunden persönlicher ansprechen? Oder diskutieren Sie gerade den Einsatz von künstlicher Intelligenz haben jedoch nicht genug Fachkräfte intern zur Verfügung? Dann kontaktieren Sie uns. Wir beraten und helfen Ihnen gerne. Gemeinsam finden wir die perfekte digitale Lösung für Sie.

Liebe Grüße, Markus

Geschäftsführer von hiTema GmbH


Über hiTema:

hiTema ist ein IT- und Marketingberatungsunternehmen aus Bernburg. Wir spezialisieren uns auf individuelle Softwareentwicklung, Data Science und Digital Marketing.

Als geborene Bernburger haben wir uns das Ziel gesetzt, die Digitalisierung in Bernburg und der Region voranzubringen sowie bei der Umsetzung digitaler und innovativer Ansätze mit unserer Expertise zur Seite zu stehen.

Mehr Informationen unter: www.hitema.eu

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