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Digitalisierung in Bernburg: 3 Tipps für lokale Firmen

Die Corona-Krise verdeutlicht inwieweit lokale Unternehmen Digitalisierung vorantreiben sollten. Durch die Entwicklung digitaler Strukturen und Prozesse optimieren Firmen ihre produktive Zeit. Nebenbei verbessern sie dadurch noch die Zufriedenheit ihrer Kunden. Wollen Sie wissen wie das geht? Dann lesen Sie weiter.

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen („危机“) aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr („危“) und das andere Gelegenheit („机“).

John F. Kennedy (1969)

Die Corona-Krise beeinträchtigt das alltägliche Geschäft vieler Unternehmen in Deutschland stark. Strenge Maßnahmen zur Sicherheit der Kunden oder gar vollständige Schließungen sind seit dem Beginn der Krise der neue Alltag. Plötzlich brechen Umsätze ein, Gehälter können nicht mehr wie gewohnt gezahlt werden und die Sorge um den Verlust des eigenen Unternehmens rückt in den Vordergrund. 

So unausweichlich die Hoffnungslosigkeit dieser Situation auch scheinen mag, Möglichkeiten zur erfolgreichen Überbrückung gibt es dennoch. Hier ist jedoch vor allem Kreativität gefragt. Denn wie bereits der 35. Präsident der Vereinigten Staate von Amerika treffend formulierte, birgt jede Krise auch eine Chance für einen Neuanfang und die Möglichkeit neue Ansätze auszuprobieren.

Unsere Experten von hiTema haben drei Ansätze für Unternehmen aus Bernburg zusammengetragen, welche Ihnen dabei helfen, Ihre Firma erfolgreich für die Zeit nach der Corona-Krise aufzustellen. Die Digitalisierung spielt dabei eine große Rolle.

Tipp #1: Gehen Sie online.

Geboren aus der Notsituation heraus, entstand Anfang April 2020 über Nacht die Plattform „Bernburg Hilft“. Ohne große Werbebudgets und mit dem Drang zur schnellen Umsetzung, entwickelte sich eine Hilfskampagne, die auf einem Online-Shop fußte, über den Kunden und interessierte Unterstützer Gutscheine oder Produkte von Unternehmen aus Bernburg erwerben konnten.

Innerhalb der ersten Woche versammelten sich mehr als 1.000 potenzielle Kunden auf der Website, wobei in dem Zeitraum Gutscheine und Produkte im Wert von über 1.200€ verkauft wurden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Immer mehr Unternehmen realisieren, dass die Vorteile einer starken Internetpräsenz und digitale Angebote nicht mehr trivial sind. Letztendlich bieten Sie Ihrem Kunden eine 24-stündige Verfügbarkeit Ihres Leistungsportfolios an. Sei es die permanente Erreichbarkeit für Kundenanfragen via automatisierten Chatbots. Oder der digitale Verkauf von Gutscheinen oder Produkten in Ihrem Online-Shop außerhalb der Öffnungszeiten, während Sie mit der Familie den Feierabend genießen.

Restaurants bietet es die Möglichkeit online Tischreservierungen entgegen zunehmen. Ein weiteres Beispiel für die lokale Anwendung solcher digitalen Angebote bieten Arztpraxen: Patienten können nun bequem vom Handy oder der Couch aus jederzeit freie Termine online einsehen.

Mehr denn je ist der Aufbau umweltunabhängiger Umsatzströme wichtig. Unternehmer zu sein heißt auch, immer offen für neue Dinge zu sein. Der aus dem evolutionstheoretischen Darwinismus entstammende Leitsatz, dass nur der am besten Angepasste (engl.: „survival of he fittest“) überlebt, prägt auch den wirtschaftlichen Alltag. Gehören Sie zu den Vorreitern und vergessen Sie nicht, sich den neuen Kundenerwartungen anzupassen.

Für Unternehmer aus Bernburg bedeutet das folgendes:

  • Seien Sie offen für neue Dinge
  • Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Kunden besser ansprechen können, auch außerhalb Ihres Ladens
  • Versetzen Sie sich in die Rolle des Kunden hinein: wie suchen Sie nach Dienstleistern in Ihrem Alltag? Passiert Ihre private Entscheidungsfindung über Ihr Smartphone via Google?
  • Nutzen Sie digitale Angebote, um Ihren Alltag als auch den Kauf- oder Entscheidungsprozess Ihres Kunden zu vereinfachen

Tipp #2: Verbessern Sie Ihre Kundenansprache mit Digitalisierung.

Der Dialog mit dem Kunden ist aktuell so wichtig wie nie. Das weltweite Online-Suchverhalten und der Konsum von nicht lebensnotwendigen Gütern ist in Anbetracht der Unsicherheit der aktuellen Situation deutlich zurückgegangen (Quelle). Menschen verzichten momentan auf Reisebuchungen oder den Kauf von Luxusgütern wie Schmuck und Textilien. Folglich findet aktuell ein bewussterer Umgang mit den finanziellen Ressourcen auf Kundenseite statt.

Lokale Unternehmen sollten daher ihre Kommunikationsstrategie sowie Kanäle hinterfragen. Laut einer globalen Studie von Mindtree – einem Technologiedienstleister für digitale Transformation – erwartet die Mehrzahl von Konsumenten branchenübergreifend personalisierte Angebote und Ansprachen (Quelle).

Die Studie offenbart, dass 74% der befragten Verbraucher sich durch personalisierte Werbung und Kommunikationsstrategien dazu bewegen lässt, Produkte oder Dienstleistungen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu erwerben als im Vergleich zur allgemeinen Werbung.

Personalisierung im Marketing-Bereich zielt auf die dynamische Abbildung von einzigartigen Konsumentenbedürfnissen ab. Jeder Kunde hat spezielle, eigene Bedürfnisse. Dem wird die Personalisierung in der Ansprache gerecht. Folglich fühlt sich der Empfänger direkt besser verstanden und tendiert eher zu einem Kauf.

Das Ziel besteht darin, dass sich der potenzielle Kunde in Ihrer Nachricht oder Ihrem Angebot wiederfindet. Je spezifischer die Nachricht auf den Kunden und dessen Bedürfnisse abgestimmt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf (Quelle).

Hierfür benötigt der Unternehmer jedoch Daten, um die Einzigartigkeit des Kundenwunsches gerecht und somit genau abbilden zu können. Eine starke Internetpräsenz gepaart mit gezielten Werbemaßnahmen ermöglicht die Datenerhebung und die Ableitung der richtigen Schlüsse.

Doch hierzu wird es in einem anderen Blog-Artikel in Zukunft mehr Informationen geben. Im Endeffekt zahlt sich die Investition bei richtiger Umsetzung aus, denn Ihre Kunden werden Ihnen mit einer höheren Zufriedenheit und Kaufbereitschaft danken.

Schlüsse für Unternehmer aus Bernburg:

  • Personalisieren Sie Ihre Kundenansprache.
  • Investieren Sie in die Datenerhebung, um eine Personalisierung zu ermöglichen

Tipp #3: Automatisieren Sie zeitkritische Prozesse.

COVID-19 löste in den letzten Monaten bei vielen Unternehmen einen wirtschaftlichen Überlebenskampf aus, welcher vermutlich noch jahrelang Auswirkungen nach sich ziehen wird. In dieser Zeit stellt die Priorisierung von Prozessen einen wichtigen Faktor dar.

Entscheider müssen erkennen, welche Abläufe unternehmenskritisch und somit überlebenswichtig sind. Alle anderen Abläufe sollten soweit möglich automatisiert vonstattengehen.

Als Beispiel dienen erneut die in Tipp #1 erwähnten Chatbots. Durch die Einführung von künstlicher Intelligenz (KI) in der Kundenkommunikation oder im Kundenservice reduzieren Unternehmen den Umfang von persönlichen Kundengesprächen.

Dabei nehmen automatisierte Chatbots, welche auf der Website eingebunden sind, spezifische Kundenanfragen oder Probleme auf und antworten dem Fragesteller wie ein realer Mitarbeiter. Nur bei vorher definierten Themen oder komplizierten Anfragen leitet das Programm die Anfrage an einen dafür qualifizierten Mitarbeiter weiter.

Folglich reduzieren jene Bots den tatsächlichen Zeitaufwand von Mitarbeitern, indem sie diverse Anfragen selbst beantworten und komplizierte Probleme selektieren und diese dem richtigen Mitarbeiter zu schlüsseln. Mit Hilfe von Prozessautomatisierung sind Sie somit auch für die nächste Krise gut aufgestellt. Denn sowohl das Top-Management als auch die Mitarbeiter können dadurch ihre produktive Zeit in unternehmenskritische Themen investieren.

Bonustipp #4: Testen. Testen. Testen.

Nehmen Sie sich die Zeit und beantworten Sie folgende Fragen:

  • Wie gewinne ich Neukunden? Ist mein Unternehmen abhängig von Mundpropaganda bzw. Empfehlungen?
  • Wie werden Kunden auf mich aufmerksam?
  • Welchen Kanal nutze ich für Marketingmaßnahmen und wie allokiere ich das Marketingbudget auf die einzelnen Kanäle?
  • Wann habe ich das letzte Mal eine neue Werbekampagne gestartet? Wie ist diese Aktion beim Kunden angekommen? Habe ich dadurch Neukunden akquiriert?

Scheuen Sie sich nicht davor neue Dinge zu testen. Erinnern Sie sich an den in Tipp #1 erwähnten Leitsatz aus der Evolutionstheorie? Sie müssen herausfinden, wie Interessenten und potenzielle Konsumenten auf Sie aufmerksam werden. Dann überlegen Sie sich, wie Ihre Wettbewerber Neukunden akquirieren. Hinterfragen Sie permanent Ihr Marketing, verlieren Sie dabei jedoch nicht das große Ganze aus den Augen.

Nur permanentes Testen am Kunden und in Ihrer Zielgruppe erlaubt Ihnen zu evaluieren, welche Ansätze am effektivsten und nachhaltigsten für Ihr Geschäftsmodell sind. Wie Sie Ihre Zielgruppe genau definieren und Fehler vermeiden, werden wir Ihnen in einem weiteren Blog-Artikel aufzeigen. Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Einbruch von Umsätzen, ist die Fehlermarge gering. Verbrennen Sie kein unnötiges Geld für ineffektive Marketingmaßnahmen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen für den Blog? Kommentieren Sie gerne explizite Themenwünsche. Wir wollen den Blog so informativ und praxisrelevant wie möglich gestalten.

Benötigen Sie Hilfe bei der Umsetzung der Tipps? Dann kontaktieren Sie uns gerne privat via E-Mail oder rufen Sie uns unter 015153528737 an. Gemeinsam finden wir für Sie die perfekte digitale Lösung. 

Liebe Grüße, Markus Richardt von hiTema GmbH


Über hiTema: 

hiTema ist ein IT- und Marketingberatungsunternehmen aus Bernburg. Wir spezialisieren uns auf individuelle Softwareentwicklung, Data Science und Digital Marketing. Als geborene Bernburger haben wir uns das Ziel gesetzt, die Digitalisierung in der Region voranzubringen und Bernburg bei der Umsetzung digitaler und innovativer Ansätze mit unserer Expertise zur Seite zu stehen.

Mehr über hiTema finden Sie unter: www.hitema.eu

 

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